Thom Luz, geboren in Zürich, studierte an der Zürcher Hochschule für Musik und Theater und inszeniert sowohl in der freien Szene als auch an Stadt- und Staatstheatern und Opernhäusern in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Belgien, unter anderem am Deutschen Theater Berlin und der Staatsoper Unter den Linden, dem Schauspielhaus Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und am NT Gent. Seine Produktionen touren international und wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dreifacher Einladung zum Berliner Theatertreffen. 2019 erhielt Luz den Schweizer Theaterpreis. Von 2015 bis 2020 war er Hausregisseur am Theater Basel und seit der Spielzeit 2019/20 Hausregisseur am Münchner Residenztheater. Luz’ flirrende, hochmusikalische Bühnenkunstwerke wurden als ein Theater der Geräusche, der flüchtigen Phänomene und ungewöhnlicher Perspektivwechsel beschrieben: Ob er in Basel Goethes «Werther» rückwärts erzählt, in Hamburg lose Sätze aus Franz Kafkas Notizheften zu einem überraschenden Klangbild unter schwebendem Klavier zusammenführt («Die acht Oktavhefte») oder in Berlin eine Gruppe einsam singender Klavierstimmer und -stimmerinnen durchs leere Opernhaus («Werckmeister Harmonien») geistern lässt - stets fallen seine atmosphärischen Theaterabende aus dem Rahmen gewohnter Wahrnehmungsmuster. Sie laden ein zur Neuentdeckung vermeintlich bekannter Geschichten, erzählen vom Kosmos des Untergehens, Verzagens, Vergehens, der Erschöpfung der Welt - sind aber trotzdem nie trostlos, sondern, im Gegenteil, voll von leisem Humor und magisch schönen Theaterbildern. Am Opernhaus Zürich gab er in der Spielzeit 2025/26 mit «Hänsel und Gretel» sein Debüt als Opernregisseur.