Jordi Savall ist eine der vielseitigsten musikalischen Persönlichkeiten seiner Generation. Als unermüdlicher Forscher auf dem Gebiet der Alten Musik interpretiert er das Repertoire seit mehr als fünfzig Jahren sowohl als Gambist als auch als Dirigent. Zahlreiche Wiederentdeckungen sind ihm zu verdanken – von sephardischen Romanzen bis zu Opern von Vicente Martín y Soler. Zusammen mit Montserrat Figueras gründete er das Ensemble Hespèrion XXI (1974), das sich insbesondere der Alten Musik Spaniens widmet. 1987 riefen sie das Vokalensemble La Capella Reial de Catalunya ins Leben, 1989 folgte als orchestrales Gegenstück Le Concert des Nations. 2020 gründete Jordi Savall die Capella Nacional de Catalunya als Ausbildungsstätte für junge Sänger:innen und 2018 «Orpheus 21», ein Projekt mit professionellen Musiker:innen, Migrant:innen und Geflüchteten. Seine intensive Konzerttätigkeit führt ihn um die ganze Welt. 1991 spielte er die Musik zum Film «Tous les Matins du Monde» ein, die mit dem César-Filmpreis ausgezeichnet wurde. Mehr als 230 CDs mit Werken vom Mittelalter bis zur Klassik dokumentieren sein künstlerisches Schaffen und wurden u. a. mit dem Midem Classical Award, dem International Classical Music Award und dem Grammy Award ausgezeichnet. 1998 gründete er sein eigenes Plattenlabel Alia Vox. 2008 wurde Jordi Savall zum Botschafter der Europäischen Union für den interkulturellen Dialog ernannt und zusammen mit Montserrat Figueras im Rahmen des UNESCO-Programms «Good Will Ambassadors» zum «Künstler für den Frieden», zudem ist er vielfacher Ehrendoktor. 2026 wurde er mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet.
Musikalische Leitung:
Choreinstudierung:





