La Damnation de Faust

Hector Berlioz

Légende dramatique in vier Teilen
Libretto vom Komponisten nach
Johann Wolfgang von Goethe

Von 10. Mai 2026 bis 17. Mai 2026

  • Sprache:
    In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Weitere Informationen:
    Konzertante Aufführung

    © Plakatmotiv von Liam Man (Eternal Gaze)

Musikalische Leitung:
Yves Abel

Yves Abel

Der kanadische Dirigent Yves Abel ist seit der Spielzeit 2020/21 Chefdirigent der San Diego Opera. Davor leitete er von 2015 bis 2020 die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford und war von 2005 bis 2011 Erster Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin. Er ist regelmässiger Gast bei den weltweit renommiertesten Orchester und Opernhäuser, u. a. an der Metropolitan Opera New York, am Teatro alla Scala, an der Opéra National de Paris, am Gran Teatre del Liceu de Barcelona, an der Lyric Opera of Chicago, an der San Francisco Opera und an der Bayerischen Staatsoper München. Eine besondere Affinität pflegt er zum französischen Repertoire und wurde für seine Leistungen als Gründer und Musikdirektor der Opéra Francais de New York, mit der er seltene französische Opern wiederentdeckt hat, von der Kritik hoch gelobt. 2009 erhielt er von der französischen Regierung den Titel «Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres» und wurde 2017 wurde er für seine herausragenden Verdienste um die Oper in Kanada mit dem Rubies Award der Opera Canada ausgezeichnet. Zu seinen Einspielungen gehören «Thaïs» mit Renée Fleming und «Werther» mit Andrea Bocelli, «Madama Butterfly» mit dem Philharmonia Orchestra sowie «Romantique», eine Sammlung grosser romantischer Arien mit Elīna Garanča als Interpretin. Höhepunkte der Spielzeit 2025/26 sind die Dirigate von «Carmen» an der Wiener Staatsoper, «La fille du régiment» an der Londoner Royal Opera, «Dialogues des carmélites» am Teatro Regio di Torino, «Il barbiere di Siviglia» und «Pagliacci» in San Diego, «Roméo et Juliette» in Toronto, «Turandot» beim Savonlinna Opera Festival und «La Damnation de Faust» am Opernhaus Zürich.

La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026
Choreinstudierung:
Klaas-Jan de Groot

Klaas-Jan de Groot

Klaas-Jan de Groot ist ein niederländischer Dirigent und Chorleiter. Seit der Spielzeit 2025/26 ist er Chordirektor des Opernhauses Zürich. Nach seinem Studium in Den Haag und Cardiff war er von 2016 bis 2022 Assistent der Chordirektorin Ching-Lien Wu an der Niederländischen Oper in Amsterdam, wo er mit dem Opernchor mehrere Produktionen und Projekte einstudierte. Seit 2018 arbeitet er regelmässig mit dem Niederländischen Rundfunkchor (Groot Omroepkoor) zusammen. Von 2018 bis 2024 war er jährlich als Assistent von Chordirektor Eberhard Friedrich bei den Bayreuther Festspielen tätig. Er dirigierte verschiedene Konzerte und Aufführungen mit der Opera Zuid sowie mit dem Orchestra of the 18th Century und den Essener Philharmonikern. Von 2022 bis 2025 war er Chordirektor des Aalto-Theaters in Essen. Seit 2023 arbeitet er regelmässig mit dem NDR Vokalensemble in Hamburg. 2024 gab er sein Debüt beim MDR-Rundfunkchor sowie beim Rundfunkchor Berlin. Im Rahmen der Förderung von Nachwuchstalenten wurde Klaas-Jan de Groot 2021 mit dem renommierten niederländischen Dirigierpreis des Anton Kersjes-Fonds ausgezeichnet.

Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025 Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Rigoletto20 / 23 / 27 Dez. 2025 / 1 / 4 Jan. 2026 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Macbeth8 / 11 / 14 / 19 / 22 / 30 Nov. 2025 Cardillac18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 Europa-Tournee 2026 «Messa da Requiem»22 / 23 / 25 / 26 / 29 / 31 März 2026

Besetzung


Méphistophélès Stanislav Vorobyov


Marguerite Elīna Garanča


Faust Saimir Pirgu


Brander Amin Ahangaran

Stanislav Vorobyov

Der Bass Stanislav Vorobyov absolvierte sein Studium am Moskauer Konservatorium. Er war Mitglied des Internationalen Opernstudios und ist seit der Spielzeit 2018/19 Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich. Hier war er u. a. als Colline («La bohème»), Alidoro («La Cenerentola»), Oberpriester («Nabucco»), Notar («Der Rosenkavalier»), Reinmar von Zweter («Tannhäuser»), Faust («Der feurige Engel»), Zaretsky («Eugen Onegin»), Cesare Angelotti («Tosca»), Fünfter Jude und 1. Nazarener («Salome»), Lord Rochefort («Anna Bolena»), Dottor Grenvil («La traviata»), Crébillon («La rondine»), Zuniga («Carmen»), Roberto («I vespri siciliani»), Roucher («Andrea Chénier»), Polizeikommissar («Der Rosenkavalier») sowie als Marchese Calatrava («La forza del destino») zu hören. Ausserdem verkörperte er Don Basilio («Il barbiere di Siviglia») bei den Bregenzer Festspielen, Nourabad («Les Pêcheurs de perles») an der Oper Vlaandern und in Luxemburg sowie Ombra di Nino («Semiramide») im Concertgebouw Amsterdam. Bei den Bregenzer Festspielen war er auch als Onkel Bonzo in «Madama Butterfly» und als Il capitano/L’ispettore in Giordanos «Siberia» zu erleben. 2024 gastierte er als Colline («La bohème») am Tokyo Metropolitan Theater und am ROHM Theatre Kyoto. Am Opernhaus Zürich sang er zuletzt den Goldhändler («Cardillac») und übernimmt in der konzertanten Aufführung von «La Damnation de Faust» die Partie des Méphistophélès.

Cardillac15 / 18 / 21 / 25 Feb. / 1 / 6 / 10 März 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Madama Butterfly30 Dez. 2025 / 3 / 9 / 11 / 13 / 16 Jan. 2026 Un ballo in maschera22 / 28 / 31 Mai / 7 / 13 Juni 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Der Rosenkavalier21 / 26 Sept. / 1 / 5 / 14 / 17 / 21 / 26 Okt. 2025

Elīna Garanča

Elīna Garanča wurde in Riga geboren und studierte an der Lettischen Musikakademie. Sie gewann 1999 den Mirjam-Helin-Gesangswettbewerb und war 2001 Finalistin im BBC Cardiff Singer of the World-Wettbewerb. Nach Stationen in Meiningen und Frankfurt etablierte sie sich mit Auftritten an renommierten Opern- und Konzerthäusern rasch als eine der international führenden Mezzosopranistinnen. Sie gastierte u.a. an der Wiener Staatsoper, den Salzburger Festspielen, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Bayerischen und der Berliner Staatsoper sowie an der Opéra national de Paris. 2003 wurde sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo ihr 2013 der Titel der Österreichischen Kammersängerin verliehen wurde. Ihre zahlreichen Auszeichnungen umfassen u.a. mehrere Echo-Preise und mehrfache Prämierungen als Sängerin des Jahres. Zu einem Höhepunkt ihrer Karriere zählt 2009 ihr Debüt am Royal Opera House in London als Carmen und Auftritte in derselben Partie in einer Neuproduktion an der Metropolitan Opera, die weltweit in über 1000 Kinos übertragen wurde. Als Carmen war sie ausserdem an der Scala in Mailand, an der Wiener Staatsoper und am Opernhaus Zürich zu erleben. Kürzlich sang sie die Principessa di Bouillon in «Adriana Lecouvreur» am Teatro Real, Santuzza («Cavalleria rusticana») und Eboli («Don Carlo») an der Wiener Staatsoper, Amneris («Aida») an der New Yorker Met und der Bayerischen Staatsoper, Kundry («Parsifal») bei den Bayreuther Festspielen sowie Galakonzerte und Liederabende (u.a. am Opernhaus Zürich). Höhepunkte der Spielzeit 2025/2026 sind u. a. «La Damnation de Faust» am Opernhaus Zürich, eine Tournee unter Daniele Gatti und der Staatskapelle Dresden mit dem «Verdi-Requiem» sowie «Adriana Lecouvreur» in Neapel. 

La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 Liederabend Elīna Garanča19 Sept. 2025

Saimir Pirgu

Der Tenor Saimir Pirgu wurde in Albanien geboren und studierte am Claudio Monteverdi-Konservatorium in Bozen. Er ist regelmässiger Gast auf Bühnen wie dem Teatro alla Scala in Mailand, der Wiener Staatsoper, der Royal Opera London, der Staatsoper Unter den Linden Berlin und der Bayerischen Staatsoper München und arbeitete mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Christian Thielemann, Philippe Jordan, Zubin Mehta und Sir Antonio Pappano zusammen. 2009 wurde er mit dem Franco Corelli-Preis ausgezeichnet und erhielt 2013 den renommierten Pavarotti d'Oro. Im Konzert sang er u. a. Beethovens «Missa Solemnis» mit Gianandrea Noseda und dem Washington National Symphony Orchestra, die Solopartie in Beethovens 9. Sinfonie in Bucharest sowie eine konzertante Aufführung von «Carmen» mit dem Copenhagen Philharmonic und Verdis «Requiem» mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Daniel Harding und mit dem Bergen Philharmonic. Jüngere Engagements umfassen das Rollendebüt als Mario Cavaradossi («Tosca») beim Roma Caracalla Festival, Don José («Carmen») beim Edinburgh International Festival, die Titelpartie in Verdis «Ernani» bei den Bregenzer Festspielen, Pinkerton («Madama Butterfly») am Teatro di San Carlo und an der Wiener Staatsoper, den Herzog von Mantua («Rigoletto») und Rodolfo («La bohème») an der Royal Opera London, Lensky («Jewgeni Onegin») in Rom sowie Rodolfo an der Wiener und der Berliner Staatsoper. Bei Opus Arte veröffentlichte er 2016 das Soloalbum «Il Mio Canto» und 2024 die Ariensammlung «Saimir». Am Opernhaus Zürich verkörperte er zuletzt die Titelrolle in «Les Contes d’Hoffmann» sowie den Chevalier des Grieux in «Manon Lescaut» und kehrt als Faust («La Damnation de Faust») konzertant hierher zurück.

La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026

Amin Ahangaran

Amin Ahangaran, Bass, wurde im Iran geboren. Er absolvierte seine künstlerische Ausbildung am Teheraner Musikkonservatorium sowie in Graz. Von 2020 bis 2022 war er Mitglied des Young Artist Program am Teatro del Maggio Musicale Fiorentino und trat dort in den Produktionen «Rigoletto», «Siberia» und «Ariadne auf Naxos» auf. Ausserdem war er in Florenz und in verschiedenen Konzerthäusern Italiens als Bass-Solist zu erleben. Im Sommer 2022 war er Teilnehmer der Wettbewerbe «Voci Verdiane in Busseto» (Finalist), «Riccardo Zandonai» in Riva del Garda (3. Preis) und beim Wettbewerb «CLIP» in Portofino (3. Preis, Publikumspreis und Sonderpreis). Von 2022 bis 2024 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich, wo er u. a. in «La traviata», «Jewgeni Onegin» und «Viva la mamma» zu hören war. Anschliessend wechselte er in das Ensemble der Opéra de Paris, dem er seither angehört. In der Spielzeit 2025/26 ist er dort u. a. als Dottor Grenvil in «La traviata» sowie in einer Neuproduktion von Philip Glass’ «Satyagraha» zu hören. Als Brander kehrt er in der konzertanten Fassung von «La Damnation de Faust» an das Opernhaus Zürich zurück.

La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026
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Kinderchor

SoprAlti der Oper Zürich

Als während der Spielzeit 1999/00 für die verschiedensten Opern und Operetten ausschliesslich die älteren Mitglieder des Kinderchores benötigt wurden, begann das Ensemble durch das häufige gemeinsame Proben bald eine eigene Dynamik zu entwickeln und entsprang schlussendlich im Juli 2002, zur Première von Carmen, definitiv dem Kinderchor: Der Jugendchor war informell geboren. Zu Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde der Name des Chores in "SoprAlti der Oper Zürich" umgeändert.Heute ist der Chor fester Bestandteil des Zürcher Opernhauses. Aktuell besteht er aus rund 25 begeisterten Sängerinnen im Alter zwischen etwa 16 und 30 Jahre. Pro Spielzeit hat er durchschnittlich zwischen 40 und 80 Auftritte. Er unterstützt dabei den Kinderchor oder tritt gemeinsam mit dem Zusatz- und dem Berufschor auf. In einigen Opern bestreitet er auch eigene Auftritte, etwa in Königskinder (Kinder des Besenbinders), Le Cid (Jeunes filles) oder Das schlaue Füchslein (Hühner). Zudem sind einzelne Mitglieder in verschiedenen Opern wie Tosca, Macbeth, Tannhäuser, L'Amore dei tre Re und Königskinder als Solistinnen zu hören.Ausserhalb des Opernhauses gehören eigene Konzerte, auswärtige Gastspiele, Messen an kirchlichen Feiertagen oder auch geschlossene Veranstaltungen von Firmen und Stiftungen ebenso zum Jahresprogramm wie Auftritte in den grossen Konzerthäusern.Die intensiven Freundschaften, die im Chor über das musikalische Engagement hinaus gepflegt werden, führen heute zu einem mühelosen aufeinander ab- und einstimmen der Sängerinnen. So entwickelt sich der Chor laufend weiter und kann nebenbei auch den Anforderungen des Spielplans gerecht werden.

Tannhäuser21 / 24 / 27 Juni / 2 / 5 / 8 / 11 Juli 2026 La Damnation de Faust10 / 14 / 17 Mai 2026 Hänsel und Gretel16 / 20 / 23 / 28 / 30 Nov. / 2 / 4 / 11 / 16 / 18 / 21 Dez. 2025 / 2 / 24 / 25 / 31 Jan. 2026 Carmen18 / 21 / 23 / 27 / 31 Jan. 2026 La forza del destino2 / 7 / 12 / 15 / 18 / 21 / 26 / 29 Nov. / 17 / 21 Dez. 2025 Fidelio3 / 6 / 10 / 14 / 16 Mai 2026 Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026 Giulio Cesare in Egitto11 / 13 / 15 / 17 / 21 / 25 / 28 März 2026 Sillons de Mémoires5 / 6 / 7 Feb. 2026 Matthäus-Passion26 März 2026

Kurzgefasst

«La Damnation de Faust» gehört zu Hector Berlioz’ revolutionärsten Werken, ein Höllenfahrtsdrama zwischen Oper und Oratorium. «Ich versuchte weder, das Meisterwerk Goethes zu übersetzen, noch, es nachzuahmen, sondern liess es lediglich auf mich wirken, in dem Bestreben, seinen musikalischen Gehalt zu erfassen», bekannte der Komponist freimütig. Seine vielfarbige Musik ist imaginäres Theater, eine Reise in Fausts Inneres, dem auch der Teufel Méphistophélès selbst zu entsteigen scheint. Die konzertante Zürcher Aufführung ist prominent besetzt: als Faust ist Saimir Pirgu zu hören, Elīna Garanča singt Marguerite.

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