Christian Gerhaher studierte Medizin und Gesang in München und rundete seine Ausbildung in Meisterkursen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf und Inge Borkh ab. Bereits während des Studiums entstand die Partnerschaft mit dem Pianisten Gerold Huber, die seit mehr als drei Jahrzehnten Massstäbe in der Liedinterpretation setzt. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Bernard Haitink, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, Mariss Jansons, Andris Nelsons, Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Simon Rattle und Christian Thielemann führte ihn zu den bedeutenden Orchestern und Konzerthäusern der Welt. Er ist regelmässig zu Gast bei den Festivals in Edinburgh, Luzern und Salzburg sowie beim Rheingau Musik Festival und den BBC Proms. Zu seinen zentralen Opernpartien zählen Wolfram («Tannhäuser»), Posa («Don Carlo»), Germont («La traviata»), Il Conte di Almaviva («Le nozze di Figaro»), Orfeo, Don Giovanni, Simon Boccanegra, Amfortas («Parsifal»), Pelléas, der Prinz von Homburg sowie Lenau in Holligers «Lunea». Als Meilenstein gilt seine Darstellung des Wozzeck am Opernhaus Zürich. Mit Gerold Huber veröffentlichte er Liederzyklen von Schubert, Schumann und Mahler sowie zuletzt ein Brahms-Album (2025); ihre Einspielung «Robert Schumann: Alle Lieder» wurde 2022 mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet, das Duo erhielt 2024 die Hugo-Wolf-Medaille. Die Philosophische Fakultät der Universität Zürich verlieh ihm die Ehrendoktorwürde. Gerhaher ist Autor von «Lyrisches Tagebuch» (C. H. Beck, 2022) und Professor für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Royal Academy of Music London.
7. Februar 2018
In einem Studiobühnen-Konzert stellt sich der weltberühmte Bariton Christian Gerhaher dem Publikum vor. Gerhaher verkörpert die Hauptrolle in Holligers neuer Oper Lunea, die von der faszinierenden romantischen Dichterpersönlichkeit Nikolaus Lenau handelt. Begleitet von seinem bewährten Klavierpartner Gerold Huber singt er am 7. Februar Robert Schumanns Lieder op. 90 auf Gedichte von Nikolaus Lenau und gibt anschliessend im Gespräch mit dem Chefdramaturgen Claus Spahn Auskunft über seine künstlerische Arbeit.

